Montag, 19. September 2011

Risiken – Nichtwissen – Überraschung: alles im Griff ? (1/2)

Welche sind die besonderen Risikoquellen in komplexen Projekten und Systemen? Kann man sie identifizieren und rechtzeitig vorbeugen oder mindestens reduzieren? Ist das traditionelle Risikomanagement geeignet und ausreichend, um den Faktor „Unsicherheit“ zu bewältigen?

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1 Kommentar:

  1. Sehr richtig, Philippe, "es wäre ein Fehler in [komplexen] Projekten zu glauben, dass das Risikomanagement genügt, um mit der Unsicherheit umzugehen", zumal die meisten Leute sich auf kommerzielle und technische Risiken beschränken, Kommunikations- und Wahrnehmungsrisiken jedoch ausschliessen.

    Deine Klassifizierung kann ich wärmstens empfehlen. Nichtwissen und Unbestimmtheit bestimmen die Szene in komplexen Projekten. Die Unterscheidung "komplex-kompliziert" finde ich jedoch etwas abgedroschen und nicht mehr originell. Sie sollte mittlerweile eigentlich allgemein bekannt sein. Besser würde ich von der Komplementarität "komplex-determiniert" sprechen.

    Nur: was heisst "emerging practices"? Best und good practices lassen sich z.B. im PMBOK beschreiben. Darauf fahren Menschen ab. Emerging practices müssen eben situativ entwickelt werden. Das ist mühsam und daher abschreckend. Die Projektmanager gehen zu den good practices zurück, die sie kennen (und im PMP gelernt haben) und vermasseln prompt das komplexe Projekt.

    Wie kann man das ändern? Wie kann man Projekt- und andere Manager für emerging practices begeistern? Agiles PM ist ja auch nicht gerade ein Ausbund an emerging practices. Wir brauchen etwas anderes. Ein Rezept zum Erfinden von Rezepten während die Suppe bereits am Kochen ist.

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